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Das Manifest der Würde

Nein zur bloßen Definition über die Erkrankung
               Ja zur Würdigung als Person und Persönlichkeit

Nein zum bloßen Blick auf Schwächen und Mängel
               Ja zum Blick auf Ressourcen und Fähigkeiten

Nein zur Bevormundung
               Ja zu Zeit und Achtsamkeit für die besonderen Wege, den eigenen Willen zu bekunden,
               Ja zu möglichst großen Wahl- und Entscheidungsmöglichkeiten

Nein zu Umerziehungsversuchen bei „Störungen“
               Ja zu einem Verständnis von „Störungen“ als individuellen Versuchen, einem als schlimm Erlebten zu
               entfliehen

Nein zu Behandlung von oben herab
               Ja zu Begleitung und Begegnung auf Augenhöhe

Nein zu medikamentöser Ruhigstellung
               Ja zur therapeutischer Hilfe und Alltagsbegleitung

Nein zu Beschämung
               Ja zum Respekt der Intimsphäre, soweit immer möglich

Nein zur Reduzierung auf Kognitive Kompetenzen
               Ja zu Sinnlichkeit und kreativem Kontakt

Nein zum Ignorieren von Traumafolgen
               Ja, dass Unerhörtes Gehör findet

Nein zu Gewalt
               Ja zu würdigender Begegnung